Immobilien Nordost.

Zum Buch | Stand September 2026

Checklisten, Zeitplan und Übergabeprotokoll

Die Listen aus dem Buch, hier zum Ausdrucken und zum Abhaken. Amtliche Vorlagen für den Immobilienverkauf gibt es nicht, und was im Netz als Musterprotokoll kursiert, ist Werbematerial der Portale. Diese Listen hier sind eigens für das Buch gemacht.

Die Seite ist auf Druck eingerichtet. Wenn Sie sie ausdrucken, fallen Menü, Fußzeile und Formular weg, und übrig bleiben die Listen.

Das Übergabeprotokoll

Vorgeschrieben ist ein Übergabeprotokoll nicht. Es entscheidet trotzdem darüber, wer bei einem späteren Streit recht bekommt.

Der Grund steht in § 446 BGB. Mit der Übergabe geht die Gefahr des zufälligen Untergangs auf den Käufer über, ab dann trägt er die Lasten und ihm gebühren die Nutzungen. Das Protokoll hält fest, wann genau das war und in welchem Zustand die Immobilie in diesem Moment stand. Genau darüber wird hinterher gestritten, und zwar regelmäßig.

Formalien

Zählerstände, der häufigste Streitpunkt

Schlüssel

Zustand

Übergebene Unterlagen

Die Unterlagenliste

Rechnen Sie zwei bis vier Wochen für die Beschaffung, wenn Behörden im Spiel sind.

Der Zeitplan

Von der Entscheidung bis zum Geld auf dem Konto vergehen realistisch vier bis sechs Monate.

Wann Was
Woche 1 bis 4 Unterlagen beschaffen, Energieausweis beauftragen
Woche 3 bis 5 Wert ermitteln, Angebotspreis festlegen
Woche 5 bis 6 Fotos, Grundriss, Exposé, Inserat schalten
Woche 6 bis 14 Besichtigungen, Finanzierungsnachweise prüfen
Woche 12 bis 16 Einigung, Notar beauftragen, Vertragsentwurf
plus 2 Wochen Frist zwischen Entwurf und Beurkundung
Woche 16 bis 26 Auflassungsvormerkung, Löschung alter Grundschulden, Zahlung
zuletzt Übergabe mit Protokoll

Zwischen Notartermin und Schlüsselübergabe vergehen typischerweise sechs bis zehn Wochen. Das ist keine Verzögerung, sondern der normale Ablauf im Grundbuchamt.

Was Sie vor der ersten Besichtigung geklärt haben sollten

Die letzte Frage entscheidet über Wochen Ihrer Zeit. Eine Finanzierungsbestätigung der Bank zu verlangen ist völlig üblich und erspart Ihnen Termine mit Leuten, die am Ende gar nicht kaufen können.

Geschrieben von Dr. Claudius Thelen, Postdoc für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Greifswald, drei Jahre Immobilien- und Finanzierungsvermittlung in Rostock, Eigentümer von fünf Objekten in Mecklenburg-Vorpommern.